Mittwoch, 22. Juni 2011

Qualitätssiegel „Seniorenfreundlicher Sportverein“

Neun Vereine aus dem Zuständigkeitsgebiet des Sportbundes Rheinhessen tragen seit Montagabend das Qualitätssiegel „Seniorenfreundlicher Sportverein“.

Der Dachverband zeichnete damit jene Sportvereine aus, die sich in besonderem Maße um ältere Mitglieder kümmern. Noch vor zehn Jahren machte der Anteil an Senioren über 61 Jahre in rheinhessischen Sportvereinen zwölf Prozent aus. Zurzeit liegt die Quote bei etwa 16 Prozent – Tendenz steigend.

Magnus Schneider, Präsident des Sportbundes Rheinhessen: „Die Vereine, die wir heute auszeichnen, haben ein Zeichen gesetzt für das große Engagement der Sportvereine in der Seniorenarbeit.“

Aus den Händen von Sportbund-Präsident Magnus Schneider nahmen die folgenden Vereine das Siegel in Empfang:
  • Mombacher TV
  • TV Laubenheim
  • TuS Nackenheim
  • TG Nieder-Ingelheim
  • TuS Ober-Ingelheim
  • TV Bubenheim
  • TSG Heidesheim
  • TG Worms
  • Hochheimer Turnverein


Schneider nutzte die Gelegenheit, um in kurzen Interviews die Vertreter vorzustellen. Das förderte einige unterhaltsame Fakten und Ideen zu Tage. Sieglinde Bihler von der TSG Heidesheim zum Beispiel demonstrierte kurzerhand, wie eine Übungsstunde mit nur einem Stuhl aussehen könnte. Aber auch andere Innovationen in der sportlichen Seniorenarbeit wie Fahrdienste oder die Kooperation mit einem Mehrgenerationenhaus wurden vorgestellt.

Klaus Winkelmann vom TV Laubenheim ermutigte schließlich alle Noch-Nicht-Sportler im gesetzteren Alter mit seinem Appell:
„Es ist nie zu spät, auch nicht mit 86 Jahren, mit Sport anzufangen.“
Neben dem vom Dachverband verliehenen Gütesiegel durften sich die Vereine außerdem über einen Zuschuss von 150 Euro freuen. Birgitt Nebrich, Präsidiumsmitglied des Sportbundes und dort zuständig für Breiten- und Freizeitsport betonte:
„Mit diesem Qualitätssiegel zeichnen wir Sportvereine aus, die beispielhaft in der Seniorenarbeit aktiv sind und gleichzeitig wollen wir alle anderen anspornen, sich für das Thema Sport für Ältere stark zu machen.“
Mehrere Kriterien mussten die Vereine erfüllen, um das Siegel zu bekommen. Dazu zählt, dass der Sportverein mindestens fünf Angebote in seinem Programm hat, das sich gezielt an Senioren richtet. Neben sportlichen Angeboten gelten auch Kaffeenachtmittage oder Mundartveranstaltungen dazu. Im Verein muss mindestens ein ausgebildeter Seniorenberater sowie ein Übungsleiter mit gültiger Lizenz tätig sein. Ebenso verpflichten sich die Sportvereine Sorge zu tragen, dass die eingesetzten Seniorenberater und Übungsleiter an Fortbildungen teilnehmen.